Wirtschaftsförderung

WFG nimmt zu den Gewerbeflächen bald Immobilien ins Datennetz


Internet-Datenbank wird erweitert

KREIS MYK. Die GewerbeflächenDatenbank der Wirtschaftsförderung des Kreises (WFG) ist seit einem Jahr online im Internet. Die Datenbank hat sich als Vermarktungsinstrument bewährt. Jetzt sollen auch Immobilien ins Angebot aufgenommen werden.

„Unsere Datenbank wird von Interessenten angenommen und dient den Kommunen und den uns als aktuelle Informationsquelle zu den vorhandenen, freien Gewerbeflächen im Landkreis. Sie hilft bei der Standort- und Ansiedlungsberatung", erklärt WFGProjektmanager Dirk Schwindenhammer. 38 Gewerbe- und Industriegebiete wurden von den VG's und Städten in der Datenbank gespeichert. Zudem gibt es unter www.gewerbeflaechen-myk.de freie Grundstücke mit insgesamt mehr als 166 Hektar Fläche in den Verbandsgemeinden und Städten des Kreises, in unterschiedlichen Größen und Lagen. „Wir arbeiten derzeit am Erfassen weiterer Gewerbeflächen, denn neue Gebiete werden erschlossen."

Das System registriert, wie oft die Suchfunktion aktiviert und die Detailansicht einer Fläche geöffnet wurde: „Außerdem ist zu sehen, nach welchen Suchkriterien Nutzer der Datenbank vorgehen und wann ein Zugriff auf die Datenbank erfolgte. Das gibt uns wichtige Informationen darüber, was derzeit gefragt ist", so Schwindenhammer. Mit Experten wurden Kriterien erstellt, um die Abfragezahlen nach ernsthaften Interessenten gewichten zu können. „Allein im vergangenen Dezember gab es elf, im Januar 16 solcher Abfragen. Gesucht wurden Grundstücke zwischen 500 und 25.000 Quadratmetern. Diese Zahlen sind enorm. Schließlich kann man nicht jeden Tag ein Unternehmen oder einen Investor für den Landkreis gewinnen und diesen auch hier ansiedeln, insbesondere nicht in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation." Oft schließen sich an die Internetsuche Telefonate an. So sucht ein Projektentwickler derzeit intensiv nach einer 20.000 Quadratmeter großen Fläche für einen Kunden. „Wir haben gemeinsam ein Anforderungsprofil erstellt, so dass sich das Unternehmen nun zwischen zwei Standorten im Landkreis entscheiden wird. Der Frankfurter Projektentwickler, das Planungsbüro und das im benachbarten Ausland ansässige Unternehmen waren von der Datenbank begeistert." Vor allem auf Schnelligkeit kommt es an: „Niemand konnte so kurzfristig umfangreiches und detailliertes Infomaterial über die in Frage kommenden Grundstücke zur Verfügung stellen wie wir."

Die steigende Zahl der Besuche und Aufrufe dieser Webseite belegt zudem, dass dieses Angebot den Nerv der Wirtschaft trifft. „Wir haben uns entschlossen, das Internetangebot um eine Plattform für Gewerbeimmobilien zu erweitern. Denn durch die allgemeine wirtschaftliche Situation gibt es auch im Landkreis Leerstände." Die WFG erhalte häufig Anfragen von Unternehmen nach Brachflächen und vorhandenen Immobilien. Einen umfassenden Überblick gibt es bisher nicht. „Eine 'Wiederverwendung' von ungenutzten Immobilien ist wichtig. Schließlich können nicht immer mehr Flächen als Industrie- und Gewerbegebiete ausgewiesen werden. Den Bestand wollen wir vermarkten. So gibt es in allen Kommunen Betriebsstätten, die durch Unternehmensinsolvenz, Betriebsaufgabe oder andere Gründe nicht mehr genutzt werden. Für andere, manchmal auch branchenfremde, Unternehmen sind sie jedoch geeignet und eine Alternative zum Neubau", weiß WFG-Geschäftsführer Michael Knopp aus zahlreichen Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern. Es soll für beide Datenbanken ein gemeinsames Eingangsportal geschaffen werden, von dem man sowohl die GewerbeflächenDatenbank als auch die neue ImmobilienDatenbank erreicht. Die Pflege der Daten soll, wie bei der Gewerbeflächen-Datenbank, ebenfalls über die Verbandsgemeinden und die verbandsfreien Städte erfolgen. Die administrativen Aufgaben übernimmt die WFG. Auch Banken und Maklern soll die Möglichkeit eingeräumt werden, Immobilien über die Datenbank zu präsentieren. Die Aufträge sind erteilt, zur Zeit wird programmiert. Erste Daten können schon Mitte des Jahres eingegeben werden.